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Joseph von Eichendorff

Место рождения: Schloss Lubowitz bei Ratibor, Oberschlesien · Место смерти: Neisse, Oberschlesien · Lyriker, Schriftsteller

Romantik

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Joseph von Eichendorff
Joseph von Eichendorff war ein bedeutender deutscher Dichter und Schriftsteller der Romantik. Er ist vor allem für seine lyrischen Werke bekannt, die sich durch eine tiefe Liebe zur Natur, eine Sehnsucht nach Freiheit und eine romantische Verklärung der Vergangenheit auszeichnen. Eichendorffs Gedichte, oft vertont, gehören zu den beliebtesten der deutschen Literatur. Seine Prosa zeichnet sich durch eine leichte, musikalische Sprache aus und als Prosadichter ist er bis heute gegenwärtig.

Произведения

Abschied

1810

O Täler weit, o Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächt′ger Aufenthalt!

Auf einer Burg

1810

Eingeschlafen auf der Lauer
Oben ist der alte Ritter;
Drüber gehen Regenschauer,
Und der Wald rauscht durch das Gitter.

Das zerbrochene Ringlein

1813

In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühlenrad,
Mein Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.

Frische Fahrt

1815

Laue Luft kommt blau geflossen,
Frühling, Frühling soll es sein!
Waldwärts Hörnerklang geschossen,
Mut’ger Augen lichter Schein,

Der Abend

1817

Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
wunderbar mit allen Bäumen,
was dem Herzen kaum bewußt,

Heimweh

1826

Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden alleine stehn.

Mondnacht

1835

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt’.

Der Soldat

1835/36

Und wenn es einst dunkelt,
Der Erd’ bin ich satt,
Durchs Abendrot funkelt
Eine prächt’ge Stadt:

Der verspätete Wanderer

1854

Wo aber werd ich sein im künftgen Lenze?
So frug ich sonst wohl, wenn beim Hüteschwingen
Ins Tal wir ließen unser Lied erklingen,
Denn jeder Wipfel bot mir frische Kränze.

Der frohe Wandersmann

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt;
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.