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Heinrich Heine

Место рождения: Düsseldorf · Место смерти: Paris · Dichter, Schriftsteller, Journalist, Literaturkritiker

Vormärz · Romantik

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Heinrich Heine
Heinrich Heine war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist, der für seine scharfsinnigen und oft satirischen Gedichte und Essays bekannt ist. Heine gilt als einer der bedeutendsten deutschen Lyriker des 19. Jahrhunderts. Seine Werke zeichnen sich durch ihre elegante Sprache, tiefgründige Ironie und sozialkritische Haltung aus. Heine thematisierte die politischen und sozialen Zustände seiner Zeit, die Liebe, die Schönheit der Natur und die Leiden des Exils. Er war ein Vorreiter der literarischen Moderne und beeinflusste nachfolgende Generationen von Schriftstellern und Dichtern. Sein bekanntestes Werk, das „Buch der Lieder“, umfasst eine Sammlung von Gedichten, die bis heute für ihre emotionale Tiefe und musikalische Qualität geschätzt werden. Heines kritische Auseinandersetzungen mit Deutschland, seine jüdische Herkunft und sein Engagement für Freiheit und Gerechtigkeit machten ihn zu einer kontroversen Figur seiner Zeit.

Произведения

Im wunderschönen Monat Mai

1821

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Ein Fichtenbaum steht einsam

1822

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh’.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Ein Jüngling liebt ein Mädchen

1822

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen andern erwählt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne

Entstehungsdatum: 1822–1823

Die Rose, die Lilje, die Taube, die Sonne,
Die liebt ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;

Sie haben mich gequälet

1823

Sie haben mich gequälet,
Geärgert blau und blaß.
Die Einen mit ihrer Liebe,
Die Andern mit ihrem Haß.

Sie saßen und tranken am Teetisch

Entstehungsdatum: 1822–1823

Sie saßen und tranken am Teetisch,
Und sprachen von Liebe viel.
Die Herren waren ästhetisch,
Die Damen von zartem Gefühl.

Ich wollt, meine Schmerzen ergössen

Entstehungsdatum: 1823–1824

Ich wollt, meine Schmerzen ergössen
Sich all in ein einziges Wort,
Das gäb ich den lustigen Winden,
Die trügen es lustig fort.

Wenn ich an deinem Hause

Entstehungsdatum: 1823–1824

Wenn ich an deinem Hause
Des Morgens vorüber geh’,
So freut’s mich, du liebe Kleine,
Wenn ich dich am Fenster seh’.

Die Jahre kommen und gehen

Entstehungsdatum: 1823–1824

Die Jahre kommen und gehen,
Geschlechter steigen ins Grab,
Doch nimmer vergeht die Liebe,
Die ich im Herzen hab.

Die Loreley

1824

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
daß ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen

Entstehungsdatum: 1823–1824

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.

Du bist wie eine Blume

Vermutlich 1823 oder 1824

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.

Sie lieben sich beide, doch keiner

Entstehungsdatum: 1823–1824

Sie liebten sich beide, doch keiner
Wollt’ es dem andern gestehn;
Sie sahen sich an so feindlich,
Und wollten vor Liebe vergehn.

Leise zieht durch mein Gemüt

1830

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Das Fräulein stand am Meere

1832

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Der Brief, den du geschrieben

1844

Der Brief, den du geschrieben,
Er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
Aber dein Brief ist lang.

Ein Weib

1844

Sie hatten sich beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn er Schelmenstreiche machte,
Sie warf sich aufs Bett und lachte.

Das Glück ist eine leichte Dirne...

Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.