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Friedrich Schiller

Des Mädchens Klage

1798

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Der Eichwald brauset, Die Wolken ziehn, Das Mägdlein sitzet An Ufers Grün, Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht, Und sie seufzt hinaus in die finstre Nacht, Das Auge vom Weinen getrübet. »Das Herz ist gestorben, Die Welt ist leer, Und weiter gibt sie Dem Wunsche nichts mehr. Du Heilige, rufe dein Kind zurück, Ich habe genossen das irdische Glück, Ich habe gelebt und geliebet!« Es rinnet der Tränen Vergeblicher Lauf, Die Klage, sie wecket Die Toten nicht auf, Doch nenne, was tröstet und heilet die Brust Nach der süßen Liebe verschwundener Lust, Ich, die himmlische, wills nicht versagen. »Laß rinnen der Tränen Vergeblichen Lauf, Es wecke die Klage Den Toten nicht auf, Das süßeste Glück für die traurende Brust, Nach der schönen Liebe verschwundener Lust, Sind der Liebe Schmerzen und Klagen.«
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Кратко о произведении

Das Gedicht zeigt ein weinendes Mädchen am Ufer in dunkler Nacht, das nach verlorener Liebe keinen Wunsch mehr an die Welt hat. Tränen und Klage können den Toten nicht zurückrufen, bleiben aber als letzter Ausdruck der Liebe bestehen.
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