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Johann W. von Goethe

Место рождения: Frankfurt am Main · Место смерти: Weimar, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach · Dichter, Dramatiker, Romancier, Philosoph, Wissenschaftler, Sammler

Sturm und Drang · Weimarer Klassik

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Johann W. von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe war ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Staatsmann, der als einer der größten literarischen Figuren der deutschen Geschichte gilt. Sein Werk umfasst Lyrik, Dramen, erzählende Literatur sowie autobiografische, naturwissenschaftliche und philosophische Schriften. Goethe ist besonders bekannt für seine tragische Dichtung "Faust", ein Meisterwerk der Weltliteratur, das die Suche des Menschen nach Wissen und persönlicher Erfüllung thematisiert. Seine Gedichte und Romane, darunter "Die Leiden des jungen Werthers", hatten tiefgreifenden Einfluss auf die literarische Welt und trugen maßgeblich zur Entwicklung der Romantik bei. Goethes Interessen und Schriften in den Bereichen Kunst, Literatur und Wissenschaft spiegeln das Ideal des Universalgelehrten der Weimarer Klassik wider. Sein umfangreiches Werk und seine Gedanken zur Ästhetik, Ethik und Naturwissenschaften beeinflussen bis heute die Kultur und das Verständnis der Literatur.

Произведения

Heidenröslein

1770

Sah ein Knab’ ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell es nah zu sehn,

Mailied

1771

Wie herrlich leuchtet
mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Der König in Thule

1774

Es war ein König in Thule,
Gar treu bis an das Grab,
Dem sterbend seine Buhle
Einen goldnen Becher gab.

Ein gleiches

1780

Ueber allen Gipfeln
Ist Ruh’,
In allen Wipfeln
Spürest du

Der Erlkönig

1782

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Willkommen und Abschied

1810

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;

Glückliche Fahrt

Die Nebel zerreißen,
Der Himmel ist helle,
Und Äolus löset
Das ängstliche Band.

Meeresstille

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche rings umher.

Erinnerung

Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.